Programme

Zum 20jährigen Bühnenjubiläum: AMEN vom 11.05. bis 3.06. in der Münchner Lach- und Schiessgesellschaft (auf Tour ab 2017) :

AMEN

An den Peripherien westlicher Demokratien brennt die Welt und über das Wolkenkuckucksheim unseres Establishments ist mit aller Macht die Wirklichkeit herein gebrochen. Jetzt stellt sich natürlich die Lieblingsfrage der Deutschen: 
WER IST SCHULD?? 
Zwischen Alpenkamm und Küste war man immer irgendwie manisch schizophren. Gerierten sich die Deutschen in der Vergangenheit als sadistisches Tätervolk, haben sie nunmehr die Kehrtwende zum masochistischen Opfervolk vollzogen. Denn gründlich waren wir immer. 

Rebers ist ein streitbarer Geist, der sich mit heiligem Zorn gegen Dogmen, Doofheit und politische Manipulation zur Wehr setzt und die Dinge benennt, die eigentlich niemand hören will. Da wird es abseits moralischer Selbstzufriedenheit und Besserwisserei auch schon mal schmutzig. Aber dieser Mann sagt sich: 
"Bevor ich überhört werde - werde ich lieber falsch verstanden!" 
Immerhin geht es um sie Frage, ob Europa nun ein sicherer Hafen oder eben doch nur ein sinkendes Schiff ist? 

Nach "Predigt erledigt" und "Rebers muss man mögen", bildet "Amen" nun den vorläufigen Abschluss der Trilogie des Glaubens. "Amen" ist das Extrakt aus langjähriger Gemeindearbeit, und friedlicher Ökumene von München über Wien bis Bagdad. Dort hat Reverend Rebers schon vor durchgeladenen Kalaschnikows Akkordeon gespielt und das wird er natürlich auch in diesem Programm tun. Also Akkordeon spielen. Aber mit ohne Kalaschnikows. 

Herzlich willkommen im Kabarett der radikalen Mitte. Der Humorkoffer ist gepackt mit frischen Liedern und coolen beats. Dazu gibt es tanzbare Kapitalismus Kritik mit Frau Flüchtling, Frau Hammer und Gästen, die in keine Talkshow eingeladen werden. 

Amen. 

PS: Übrigens 1996, also genau vor zwanzig Jahren, betrat Rebers zum ersten Mal die Bühne der alten Tante Lachundschiess. Wenn da mal nicht der Mantel der Geschichte weht. -

 

Rebers muss man mögen

Eine Abrechnung

Reverend Rebers lädt ein zum Gottesdienst in den „Großen Mompel von Boblowitz.” Seine Glaubensgemeinschaft „Schlesische Bitocken” hat in kürzester Zeit Millionen Anhänger in der ganzen Welt gefunden und seine Predigten wurden mehrfach ausgezeichnet.

Nun will er sich für seine Frohbotschaft etwas mehr Zeit lassen und eine Sympathieoffensive starten, um auch die letzten verlorenen Herzen der Republik zu erobern. Das Ziel ist die große Ökumene. Das ist etwas anderes als eine Große Koalition, die sich erstickend auf die Häupter legt. Gerade jetzt unter Merkels Patriarchat, brauchen die Menschen spirituellen Halt.

In einer Welt, in der jeder im world wide wok bespitzelt wird und der gute alte Deutsche Quittungsblock dem virtuellen Kassenbon weicht, drängen sich den Bürgern Fragen auf. Die digitale Demenz verdrängt die Handschrift des Menschen, aber ohne Handschrift verliert die Menschheit auch ihr Gesicht.

Darum kommt dieser Abend in handgeschriebener Schönschreibschrift daher und stellt sich den stampfenden Beats der Musikindustrie singend in den Weg. Rebers ist der Begründer des Schlesischen Hip-Hops und er hat neue Lieder geschrieben.

Im Schatten der Krisen und einer aus den Fugen geratenen Welt suchen die Menschen Trost und Geborgenheit im Glauben. Wir leben aber in einer Zeit in der die Religion bisweilen nicht mehr Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist. Daher erwarten die Menschen Antworten im politischen Kabarett. Aber was sind schon Antworten, wo es doch die Fragen sind, die uns weiter bringen.

Und so freuen sich immer mehr Menschen auf einen Gottesdienst mit Reverend Rebers, der im Schatten des Terrors zwischen Pegida, Antipegida und dem alltäglichen Shopping als Hausmeister des Herrn für etwas Ordnung sorgt. 

Rebers ist wie eine losgerissene Kanone, die in jedem Fall geladen ist, aber bei der man nie sicher sein kann wann und wen es erwischt und genau das macht diesen Mann und seine Show so überraschend und frisch.

Jenseits der handelsüblichen Klischees spielt Rebers ein Programm, das so unverwechselbar ist, wie sein Humor und seine Musikalität. Unwiderstehlich, einseitig, mitreissend und scharf wie ein frisch geschliffenes Sushimesser geht er unbeirrbar seinen Weg.

Und so finden sich mittlerweile auch in den sozialen Netzwerken Stimmen wie „immer wieder gut der Mann", „gut besser Rebers" oder einfach nur „wie geil ist der denn?"

„Dieser Mann ist in Hochform" und die, die ihn live erlebt haben sind sich einig. „Rebers muss man mögen". Hochmusikalisch, kompromisslos und furios! 

Onkel Andi - „Der Blockbuster der radikalen Mitte”.

 

 

3sat-Mediathek:  Rebers muss man mögen - 3sat-Festival | Erstsendung vom 27.09.2014




Der kleine Kaukasus

Foto: Janine Guldener | Grafik: Friedemann Weise
Foto: Janine Guldener | Grafik: Friedemann Weise

Lesung mit Musik                                                
Andreas Rebers (Akkordeon) und Julia Peters (Violine)
spielen Soundtracks aus schlesischen Erotikfilmen

Eigentlich ist eine Kindheit in den sechziger Jahren nichts Ungewöhnliches. Jedoch ist die Kindheit des Autors in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Es gibt wohl nur wenige Familien, in denen Krieg und die Deutsche Teilung so irrwitzige Blüten getrieben haben, wie in dieser. 

Da ist zum einen der Vater in dessen Gehirn sich im zweiten Weltkrieg ein Granatsplitter eingenistet hat, und zum anderen die schlesische Mutter die mit rauer Herzlichkeit und Liebe ihre vielen Kinder verhaut, um die Großfamilie unter Kontrolle zu halten. Dass das nicht so einfach ist, liegt einerseits an dem Haus, das der Vater seiner Familie baut, zum anderen an der kruden Fantasie des Autors, der inmitten des familiären Chaos von seiner Karriere und einer eigenen Mikrophon Show träumt.

Liebevolle und vielfältige Geschichten. Eine Reise mit Herz. 

ET: 08.11.2011

Verlag: WortArt
Vertrieb: Edel Germany GmbH
ISBN: 978-3-8419-0111-8
Preis: € 15,95 (D) / € 16,40 (A) 
Format: Klappenbroschur, 264 Seiten
„Der kleine Kaukasus” ist das erste Buch von Andreas Rebers
Das gleichname Hörbuch - gelesen von Joachim Król - ist ebenfalls bei wortart erhältlich.

Andreas Rebers - Lebenslinien (2013)
Eine Dokumentation von Barbara Weber - Bayerischer Rundfunk

 

 

Déjà-vu - Best of Rebers

Andreas Rebers | Janine Guldener
Foto: Janine Guldener

 

Schräg, schräger, Rebers. Nach zwei Wochen in der Berliner Bar jeder Vernunft stellte er nochmals sein erstes „Best of” am 22.06. im TIPI am Kanzleramt vor. Dazu hatte der Chefmusiker aus dem Satiregipfel sein geiles E-Piano wieder mit dem berühmten Hirschteppich bedeckt, seine Strapsmaus mit neuen Lederriemen bestückt und seine Stimme vorbereitet. Diese ist, wie viele nicht wissen, weder Bass noch Bariton, sondern barrique. Ein echter Hammer.

 

Rebers singt Arbeiterlieder in der Tradition Brecht und Bohlen, schreibt politische Chansons der Spitzenklasse und auch die Liebe findet Raum in Onkel Andis Bestiarium. Als echter Ramstein und Ärzte Fan wollen wir auch an Heino denken. Aber das nur nebenbei und wir müssen ja auch nicht alles verraten. Nur soviel: wir werden viele Freunde treffen. Déjà-vu, eine Nacht für Fliesenleger, Selbstmordattentäter, Günther, unsere Kanzlerin und ihre Herausforderer. Denn wir wollen es nicht vergessen: Wir sind im Walfang ... sorry, Wahlkampf.


Rebers zu Gast im Studio von radio eins | rbb , 3.04.2013