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Der DEUTSCHE KABARETT-PREIS 2008
vergeben vom nürnberger burgtheater geht an ANDREAS REBERS
„...Der aus dem Weserbergland stammende Rebers ist ein hochmusikalischer Querdenker, der sich allen Kategorisierungsversuchen entzieht. Sprachlich präzise und geschliffen, inhaltlich komplex und mit großer Lust an politischer Unkorrektheit verwebt er seine teils surrealen Einfälle und verschrobenen Gedankensprünge zu irritierenden und dabei höchst unterhaltsamen Programmen. ../ Mit seinem philosophisch-musikalischen Kabarett hat er sich auf leisen Sohlen ganz an die Spitze des deutschen Kabaretts gespielt.”
Preisverleihung ist am Samstag, den 10. Januar 2009 um 20 Uhr in der TAFELHALLE Nürnberg und wird vom Vorjahrespreisträger Wilfried Schmickler überreicht.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2007
in der Sparte Kabarett erhält ANDREAS REBERS.
„Damit zeichnet die Jury einen Künstler aus, der schon auf den ersten Blick durch seine enorme Wandlungsfähigkeit auffällt. Und das gute alte Akkordeon ist für ihn nicht nur musikalisches Handwerkszeug – bei ihm wird es zum Instrument der Satire selbst.
Dabei agiert er im besten Sinne populär, weil: Das Ziel seiner stark entwickelten Angriffslust sind Herr und Frau Jedermann. Sie bringt er zum Tanzen – und ihr Weltbild gleich mit.“
Salzburger Stier 2006
„Der internationale Radio-Kabarettpreis „Salzburger Stier“, der seit 1982 jährlich von Rundfunkanstalten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und seit 2004 auch aus Südtirol (ARD, ORF, DRS, RAI Bozen) vergeben wird, feiert sein 25.jähriges Jubiläum und geht 2006 für Deutschland an den Kabarettisten und Musiker ANDREAS REBERS, der in seinen Programmen eine ganz eigenständige Form der Unterhaltung entwickelt hat: Satire und Poesie, skurrile Erzählstücke und musikalische Mini-Dramen fügen sich zum Gesamt(-Klein)kunstwerk.
Die Wirklichkeit verrutscht dem Künstler genauso wie der viel zu große Anzug, und alle Versuche, das Chaos zu bewältigen, führen weiter ins Dickicht des alltäglichen Irrsinns. Für seine Soloprogramme erhielt Rebers (Jahrgang 1958) u. a. den „Wolfsburger Wolf“ (2000) und den „Prix Pantheon“ (2003). Andreas Rebers verkörpert in seiner Person und seinen Programmen die Nord-Süd-Spannung in Deutschland, da ihn sein Weg von den norddeutschen Rübenfeldern mitten hineinführte in die Schicki-Micki-Gesellschaft Münchens, wo er heute mit seiner Familie lebt." (aus der Pressemitteilung des ORF, 11.01.2006)
Zum Reinhören: Andreas Rebers bei der Preisverleihung
„Pointen Rallye bei den Wühlmäusen Berlin – Kleinkunstpreis an Andreas Rebers.
Der Preis der Jury unter dem Vorsitz von Tagesschau Chefsprecher Jan Hofer ging verdient an den Ausnahmekabarettisten Andreas Rebers. Er nahm die Zuschauer mit auf die wohl schrägste Shoppingtour ihres Lebens.“
Berliner Morgenpost, 13.06.2005
„Kein Zweifel: Was den aus dem Weserbergland stammenden Entertainer Andreas Rebers zum aufsteigenden Stern der zeitkritischen Kleinkunst-Unterhaltung macht, ist vor allem der skurrile, beinah lyrische Charme seiner Bühnendarbietungen.“
DER SPIEGEL
Pressematerial (Fotos und Texte) s. Programme |
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Auf der Flucht |
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Auf dem Gipfel beissender Satire
Erst der Kabarettpreis, dann der Leistungsnachweis: In der ausverkauften Nürnberger Tafelhalle konnte sich das Burgtheater-Team beim abendfüllenden Gesinnungsanschlag des frisch gekürten Andreas Rebers (s. AZ vom Montag) die unterstellte Entwicklungssprungkraft des Münchner Musik-Satirikers, der so unverschämt Multikulti püriert, persönlich bestätigen lassen. Das Solo "Auf der Flucht" ergibt über die ganze Distanz erst recht ein Glanzstück, mit dem der 51-Jährige zur Tücke eines Schramm, Hader und Barwasser aufschliesst.
Am umjubelten Ende streichelt er nochmals sanft sein E-Piano und ruft den alten Soul-Gott an, er sei doch nur eine Seele mit guten Absichten, die nicht missverstanden werden möchte: "Oh Lord, don't let me be misunderstood." Als Stammtischler aus dem Verband der Durchtriebenen hat Rebers dazu allen Grund. "Dezenz ist Schwäche" behauptet er, reckt erst sein pappgekröntes Haupt in Schuld und Vorurteil und landet dann nach der Pause vom Ausser-Sich im Über-Ich und Unter-Mir, dass es nur so ein Freud ist: Ob er wieder behauptet habe, dass "wir die Guten sind", fragt er da ins Parkett. Immer vorwärts und stets vergessen. Er beginnt bei Adam und Eve (das Paradies, sie mussten leave), entschuldigt sein Halbwissen indischer Wiedergeburtslehren ("Bin ich Jesus? Nageln sie mich nicht fest") und verschont weder "feminisierte Heulsusen-Pädagogik" noch Schwächere (wenn er den Schwerbehindertenplatz besetzt und Ausweise auf Gültigkeit kontrolliert) oder Heidi Goebbels' Klum-Fuss.
"Auf der Flucht" ist ein gezielt geplanter, blitzgescheiter Aufstieg auf den Gipfel beissender Satire: "Aufi" in die Niedertracht. Die Absturzgefahr sichert den entlarvenden Nervenkitzel des Unkorrekten: "Ich plädiere für tiefstes Misstrauen", sagt Rebers, während die "Fremdschäme" im doppelten Boden infamen Wahnwitzes versinkt. Andreas Radlmeier, Abendzeitung Nürnberg, 13.01.2009
Es gibt so einige Kabarettisten, bei denen man sich warm anziehen muss. Der Abgefeimteste von allen aber ist Andreas Rebers. Bei keinem anderen schwebt man derart in Gefahr, „falsch” zu klatschen, zwischen Ent- und Begeisterung hin und herzufallen. Sprachlich ebenso geschliffen wie drastisch zerstört Rebers mit jedem Satz die Erwartungen, die der vorige geweckt hat.
Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung 14./15.02.2009
Zugespitzt gesagt: Rebers dritter Weg ist geistiges Wachrütteln durch geistvolles Anpöbeln. So wird bisweilen mit Gossenslang versehene Komik unversehens zu großem Kino. Das schafft sonst nur der Pop, und der ersäuft ja für gewöhnlich im moralisierenden Pathos, sobald er politisch wird. Nein, sie ist nicht immer leicht zu ertragen, weil sie so gnadenlos und gleichzeitig so gut ist, die scheppernde Liederlichkeit des tugendhaften Bürgers Andreas Rebers.
Tobias Schmidt, Passau-live, 16.02.2009
Wieder einmal schlägt der vielfach preisgekrönte Star-Satiriker allen Erwartungshaltungen ein Schnippchen, wenn er beispielsweise zur zeitgemäßen Flucht mit Frühbucherrabatt einlädt. Er mixt pointiert verbale Randale mit tückischen Finten, wirbelt sicher geglaubte Standpunkte durcheinander, albert herum und assoziiert mal eben Heidi Klum(fuß) mit Joseph Goebbels. Die verrückte Tour de Force durch Rebers' dreifach gekrümmte Gehirnwindungen rüttelt alle Synapsen wach. Bei genauerem Hinsehen trägt er auch gar keine Krone - sondern die Narrenkappe eines Weisen.
Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost 22.03.2009
Ganz Groß
Zu Beginn erzählt er einen Urologenwitz. Er wolle, sagt Andreas Rebers, nur sehen „wie hoch die Latte hängt”. Und dann hebt er ab zu einem schwindelerrengendem, kabarettistischen Höhenflug.
„Auf der Flucht” heißt sein neues Solo. Tatsächlich ist Rebers nicht zu fassen, er entzieht sich hakenschlagend allen Kategorien, jongliert souverän mit allen Möglichkeiten des Kabaretts. Dabei war er nie näher bei sich. Mit zum Schönsten in der Lach- und Schießgesellschaft gehören die auf seinen „Migrationshintergrund” als Schlesierkind verweisenden Geschichten. Die vom kriegsversehrten Vater etwa, der stumpf ins Leere starrt, bis ihm die Kinder einen Betonmischer schenken und er das Haus auf Straßenlänge ausbaut, ehe er lautlos in den Tod verschwindet. Es gibt Momente an diesem Abend, da ist man tief berührt, aber während man noch darüber nachsinnt, muß man schon wieder lachen.
Rebers pointenreiches, komplexes Textgewebe lässt sich nicht in ein paar Sätze zwingen. Im Zentrum steht ein Mann, der von sich sagt, „ich bin rot-grün. Den Rest bezahl ich.” Alle Nachbarn hat er unerbittlich vertrieben, bis auf Sabine Hammer, geschiedene Sichel. Die Mutter eines „alleinerziehenden Kindes” ist das Feindbild des reichen Genossen. Eine Megafonstimme der Empörung erhebt er wider die „Heulsusenpädagogik”, die Verlogenheit korrekt liberaler Übereinkünfte. Wie Rebers hinterhältig politische Positionen durcheinanderwirbelt, sich beim Freeclimbing mit der„German-Putzing”-Studentin Frau Mmbemba ins Aberwitzige aufschwingt, hinter der Komik Wehmut, Lebenskater, herzwundes Heimweh aufscheinen lässt, das ist zum Niederknien. Dazu singt er zum Akkordeon radikal schräge Lieder wie aus den Glanzzeiten des literarischen Kabaretts.
Andreas Rebers hat die Bühne nicht in Hoppla-jetzt-komm-ich-Manier gestürmt. Er hat sich stetig weiterentwickelt. Heute ist er dort, wo nur sehr wenige hinkommen.
Petra Hallmayer, Süddeutsche Zeitung 10.01.2008
Übrig bleiben ein bisschen Häme und zwei Stunden Kabarett.” Nein, Andreas Rebers, das stimmt nicht. Zu viel der Bescheidenheit. Nach zwei Stunden Kabarett entlässt der Kabarettist sein Publikum: erstens mit der Sucht, noch mehr von ihm zu hören.
Zweitens mit der Lust, sich nachträglich noch einmal hineinzudenken in die verrücktesten, in ihrem Aberwitz so wahrhaftigen Reberschen Denkmodelle. Und drittens mit dem Gefühl, diesem Spötter mit dem Akkordeon ganz schön ausgeliefert zu sein; nämlich durch das Lachen über Witze und Pointen von sich mehr preisgegeben zu haben, als einem vielleicht lieb ist. Kann ein Kabarettist mehr wollen? Das Premierenpublikum in der Münchner Lach & Schieß jedenfalls lag Andreas Rebers zu Füßen.
Sabine Dultz, Münchner Merkur, 10.01.2008
Glasklar wie nie zuvor brilliert er in der satirischen Analyse unserere Gesellschaft. Rebers funkelt in unendlich vielen Facetten - schauspielerisch wie musikalisch.
B. Welter, TZ München, 10.01.2008
Gerade in den lakonisch-trockenen Liedern zum Akkordeon, seiner „Strapsmaus”, ist der 50jährige Kabarettist ganz dicht am Puls der „gefühlten Demokratie”.
Gabriella Lorenz, Abendzeitung München, 10.01.2008
Andreas Rebers ist ein glänzender Narr. Und ein sehr geschickter, brandgefährlicher dazu. Nordsee-Zeitung, 16.11.2009
Einer der letzten wirklich linken Entertainer: Andreas Rebers.
Martin Mühlfenzl, Ebersberger Zeitung 1.02.2010
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Lieber vom Fachmann |
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„Kunstvoll ins Schwarze: Kabarettist Andreas Rebers
In der Münchner Lach- und Schießgesellschaft blieb am Dienstagabend kein Auge trocken. Mit seinem Programm «Lieber vom Fachmann» traf der Kabarettist und Musiker Andreas Rebers voll ins Schwarze. Ob mit seinen Liebes- und Arbeiterliedern oder mit seinem «Güntertreffen», der gerade mit dem «Salzburger Stier» ausgezeichnete Rebers öffnete mit seinem kunstvollen Humor Herz und Kopf des begeisterten Publikums, das nicht mit Szenenapplaus sparte.“
Mittelbayerische, Donau online 16.02.2006
„Der Komödiant, der Musik und Worte wunderbar miteinander verwebt, greift mitten hinein ins Menschenleben, in den Topf der Wunschträume und des Irrsinns. Fliesenlegerweisheiten („Kunst der Fuge“), Pädagogen-Grundsätze - irgendwann marschiert das personifizierte Spiegelbild unseres gestrauchelten Ichs über die Bühne, und ganz nebenbei rutscht so manchen Politikern auch die Hose herunter.”
Süddeutsche Zeitung, 17.02.2006
„Überzeugend wie nie und abgefahren wie selten!” TZ München, 16.02.2006
„Lauter Höhepunkte.”
Münchner Merkur, 16.02.2006
„Der bereits körpersprachlich völlig irre A-cappella-Rap Fliesenleger (Er macht aus jeder Ecke eine runde Sache) oder der Bademeister-Song (Unter den Fliesen liegt der Strand!) gehören zu den Kronjuwelen kabarettistischer Sangeskunst.“
AbendZeitung, München, 16.02.2006
„Man muss schon sehr weise und gelassen über den Dingen stehen, wenn man es schafft, die Kritik an herrschenden Zu- und Missständen so elegant und leichthändig zu verpacken.“
Kölnische Rundschau
„Ganz bei sich und unübertrefflich aber ist Rebers, ein Bruder im Geiste seines österreichischen Kollegen Josef Hader, wenn er seine grandiosen Lieder am Akkordeon oder am Bösendorfer spinnt und dabei bis zu existenziellen Tiefen vordringt.“
Neues Volksblatt Linz
„... der preisgekrönte Satiriker fährt in der Bar mit der deutschen Volksseele Schlitten. Nicht auf irgendeinem Idiotenhügel, sondern mindestens auf der Zugspitze.
Seine eigenwilligen Kompositionen rücken ganze Weltbilder gerade. Jedes Land bekommt schließlich die Lieder, die es verdient. Etwa, wenn der 49-Jährige in den typischen HipHop-Ausdruckstanz verfällt und sich hinterher fragt, ob man für die verkniffene Fingerhaltung nicht besser vorher zum Schreiner gehen sollte?
Virtuos, böse und hochintelligent verknüpft Rebers aberwitzige Songs, Liedermacher-Karikaturen und präzise Alltagsbeobachtungen mit seiner eigenen vertrackten Biographie als vertriebener Schlesier, der in den norddeutschen Rübenfeldern aufgewachsen ist und reich nach München geheiratet hat. Mehr Deutschsein geht gar nicht. Dabei ist jeder Nebensatz politisch ein Knaller, jede Note eine herzerfrischend unangepasste Pointe. Selten so fassungslos gelacht. Großartig!
Von Ulrike Borowczyk - Berliner Morgenpost, 27.06.2007
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nebenan und nebenbei |
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„Eine Parabel wie sie im Buche steht, ist dieses hinterhältige Stück Kabarett, doch kommt sie so beiläufig, voller Komik und scheinbar harmlos daher, daß man Rebers mit wachsendem Vergnügen geradewegs bis an den Abgrund folgt.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Die Glanzstunde eines grandiosen Komödianten“
Berliner Morgenpost
„Für seine vergangenen Auftritte in Berlin ist Rebers von Publikum und Presse gefeiert worden; weil er so ganz nebenbei sein Programm runtererzählt, wie es ihm mit seinen niedersächsischen Genen eingepflanzt wurde. Furz.Trocken.“
Berliner Zeitung
„Ein Akkordeon genannt „meine Strapsmaus“, ein Flügel namens „Steinway“, ein Kabarettist mit Namen Andreas Rebers und 100 Minuten Redezeit. Was gibt das unterm Strich? Eine Erweckung der Giftklasse A, eine Entdeckung mit vier Hauben, ein Ereignis erschütternder Natur.
Wie wird sich dieser Mann in Zukunft noch steigern können?“
Neue Zürcher Zeitung
„nebenan und nebenbei ist ein pralles, wortgewaltiges Vexierspiel.“
Zürcher-Tages-Anzeiger
„Rebers ist gleichsam die scharfkantige Fliese in den von zu viel Comedy-Kabarett weichgeklopften Birnen. Er ist Deutschland. Er ist der Hausmeister in uns allen."
Neue Westfälische
"Wie ein Wirbelwind fegt Andreas Rebers durch die Seele des Kleinbürgers, deckt Dächer ab von den Verstecken, und zerrt die darin verbarrikadierten, in Wunschträumen produzierten Leichen ans Licht. Sehr zum Amüsement der Gäste."
Pyrmonter Nachrichten
„Hier agiert ein kabarettistischer Chirurg, der unbarmherzig auch die haarfeinsten Risse im Denkmodell zum entlarvenden Tabubruch weitet. Dazu gibts schräge Songs an Akkordeon und Klavier. Rebers wühlt. unbestechlich-akribisch in den Mülltonnen der Nation."
Badische Zeitung
„Er ist ein begnadeter Verunsicherer, der zum Blick in die eigene Seele auffordert." Mainzer Rheinzeitung
„Rebers begeistert mit intelligentem Wortwitz und trockenem Humor. Niemals schießt er seine Pointen unter die Gürtellinie, wird gar niveaulos. Das braucht er nicht. Vielmehr oszilliert seine Figur irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn, wenn er davon berichtet, wie er in seinem „Anwesen“ Bodysurfen betreibt. Das ist grandiose Satire. Das KFZ (Marburg) tobte, den Besuchern rollten Lachtränen übers Gesicht. Einfach grandios. Mehr davon bitte.“
Oberhessische Presse
„Mit schlafwandlerischer Sicherheit vollführt der Kabarettist einen waghalsigen Seiltanz zwischen feiner Ironie und blankem Hohn. Galant jongliert Rebers mit Meinungen und Vorurteilen und zeichnet so seine Figuren dermassen scharf, dass sie von Manfred Deix oder Gerhard Haderer stammen könnten.“ Allgemeine Zeitung
Kontrollfanatiker! Paranoider! Mäkler! Stänker! Besserwisser! Tüpflischeisser! Pünktlichkeitsneurotiker! Rauhbein!
Er fordert Klärung und geht wie generell den ganzen Abend auf Konfrontation-, Kollisions-, Erosions-, Smash-, Bäng-, Crash- Zack-Kurs.
Seine in drei Teile zerfallende deutsche Seele – Idealist, Patriot, Idiot – gerät dann gefährlich an den Rand der Fugenhysterie, wenn irgend so ein «Moppelkotzer» seinen Wagen unrechtmässig abstellt. Das durch die Polizei vereitelte Eingreifen verursacht so etwas wie einen breitflächigen Fliesenbrand, und Rebers mutiert selber zum «dachtenden» Menschen, die Spezies, die er so sehr verabscheut, weil jeder Satz, der mit «dachte», anstatt mit «denke» beginne, in der Katastrophe ende. Wer sagt's denn! Rebers, abtreten! Nein, bleiben! Sie sind so was von umwerfend!
St. Galler Tagblatt
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„Großartiges Kabarett“
Süddeutsche Zeitung
„Wer skurrile Geschichten mit Hintersinn liebt, auch schöne, aber politisch völlig unkorrekte Lieder; wer philosophische Einsichten in entwaffnend absurder Logik schätzt, kommt beim deutschen Solo-Kabarettisten Andreas Rebers rundum
auf die Rechnung. Sie lautet: Wurzelziehen aus der Volksseele ergibt beste Unterhaltung. Oder wie Rebers es sagt: ,Man muß die Vorurteile modernisieren.‘“
Basler Zeitung
„Auf den Klaviertasten ein Ass, bringt er jedoch erst im direkten Körperkontakt mit seinem Akkordeon die musikalisch-gesellschaftskritische Note ins Spiel und loggt sich mit Tasten und Knöpfen welweit ein, was beim Publikum starken Szenenapplaus hervorlockte.“
Augsburger Zeitung
„Das Programm in einem Wort? Philosokomisch. Ja, das trifftes! Leichte Melancholie schwebt lauernd über sanften Melodien. Im Nebel von fast philosophischer Verschrobenheit und Genialität blitzt Satire. Ein letzter irrer Blick, dann flattert die Hose von Rebers im Wind.
Das Licht geht an – der Rebers geht. Aber er bleibt irgendwie. Begeisterung.“
www.e-politik.de
„Durchtrieben ist die Harmlosigeit, mit der Rebers als musikalischer Alleinunterhalter und traumverlorener Poet auftritt.“
Münchner TZ
„Hier passt alles zusammen... Er ist eigentlich der beste Spötter auf deutschen Brettln.“ Der Tagesspiegel
„Rebers erzählt von Eigen- und Asylantenheimen, verknüpft Gefühl und Pflichtgefühl, malt wunderbar absurde Szenarien, wirft zig Geschichten zusammen und durcheinander, extrahiert wieder, schafft ein Déja vu nach dem anderen.
Hilfsmittel? Klavier, Akkordeon und eine für den Menschen aus der niedersächsischen Tiefebene fast schon übermütige Spielfreude, gern auch in Liedform – das hat Charme.
Noch besser ist er als Erzähler. Unsere Lieblingsgeschichte ist die tragische Story vom LKW-Fahrer Boris. Der fühlt sich von Wanderbaustellen verfolgt. Alles kehrt wieder. Auch am Irschenberg.“
Süddeutsche Zeitung
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Ich mag mich trotzdem |
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„Rebers macht hochintelligentes Kabarett, sein Programm ist Großkunst mit kleinen Mitteln, eine komplex verknüpfte Sammlung gedanklicher Auswüchse und abstruser Lieder, ist unglaublich amüsante Qualität aus deutschen Landen, ist niedersächsische Boulevardkomödie und bayrische Großstadttragödie. Es ist kein Politkabarett und dennoch hoch politisch.“
Süddeutsche Zeitung
„Seine Mischung aus Unterhaltung, pointierter Satire, Poesie und Musik ist klug, kritisch, witzig und süffisant ohne verletzend zu sein, ist durchdrungen von zarter Poesie, der leisen Wehmut des Scheiterns und sanftem Irrsinn.“
Hannoversche Allgemeine Zeitung
„Subtil versteckt der Kabarettist in seinem Programm in Nebensätzen Unglaublichkeiten. Was dann aufscheint, ist oftmals politischer als das klassischste Politkabarett, jedoch versteckt unter dem Mantel des Privaten.“
CH - Thurgauer Zeitung
„Andreas Rebers bietet eine glänzende Mischung zwischen schwarztümelndem Heimatabend, behaglicher Boulevardposse und gallig-ironischem Kabarett“
Die Welt
„Großartiges Kabarett an einem großartigen Ort.“
Fürstenfeldbrucker SZ
„Geografisch pflügt er irgendwo zwischen Josef Hader und Woody Allen:
der Deutsche als Niedersachse, der Angstbeisser als Besserwisser – eine Kabarett-Entdeckung für Berlin.“
Der Tagesspiegel
„Amüsant, pointensicher, musikalisch – Andreas Rebers in Kunst und Bühne“
Cellesche Zeitung
„Großartiges, pfiffiges und intelligent-hinterhältiges Kabarett.“
Leipziger Volkszeitung
„Rebers gibt Sozialkritik ohne Zeigefinger, Unterhaltung ohne alberne Blödelei zum Besten und brilliert damit volle zweieinhalb Stunden ohne jegliche Längen, Hänger oder Platidüden.“
Badische Zeitung
„Eine Jahrhundertentdeckung“
Dieter Hildebrandt
„Rebers pflegt das lebensnahe Kabarett, das an der Oberfläche kratzt - was manchmal weh tut, aber dann doch spüren lässt, wie wichtig das ist, das unter der Oberfläche darauf wartet, entweder aufblühen zu dürfen oder ausgemerzt werden zu müssen.“
Nürtinger Zeitung
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Ich regel das |
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Die Barbarei der Zivilisation
- Andreas Rebers regelt in der Lach & Schieß alles mit Musik und beißendem Spott
Palastrevolution in Schwabing: Die Porträts der Hausgötter von Dieter Hildebrandt bis Bruno Jonas sind weg. Statt dessen hängen Abbildungen junger Frauen im Stil der späten 1960er-Jahre an der Wand der Lach- und Schießgesellschaft. In Wirklichkeit handelt es sich dabei, belehrt Andreas Rebers, um Ikonenmalerei der Bitocken, einer Glaubensgemeinschaft aus „Teilzeitjuden, Gelegenheitsmoslems und Ein-Euro-Christen“. Die Bilder sind von Stanley Kubrick – als Beweis dient ein Szenenfoto aus „Uhrwerk Orange“, bei dem eines der Exponate im Hintergrund zu erkennen ist.
Am Beginn der Uraufführung von Rebers Kabarettsolo ist klar: Jetzt ist er völlig durchgeknallt. Aber mit dem Hinweis auf Kubrick hat Rebers seinem Publikum den Generalschlüssel zu seinem Werk geschenkt: Der ultrabrutale Kino-Schocker verstört seit 1971 zuverlässig, weil hier Barbarei als Zivilisationsschaden beschrieben wird. Auf den Wellen, die solche Paradoxien werfen, reitet Rebers mal still vergnügt, mal laut singend. Da propagiert er die „Dachlatten-Pädagogik“, bei der widerspenstigem Nachwuchs der Scheitel mit der Dachlatten gezogen wird, bis „die Kopfhörer aus den Ohren fallen“. Oder aus tibetanischem Mönchsgesang erhebt sich die Geschichte einer Rockband frustrierter Frauen, die dann die Grünen gründen.
Die Parteizugehörigkeit spielt aber keine Rolle um, Rebers Spott auf allerhöchstem Niveau auf sich zu ziehen: Der gute Wille zählt, wenn er Monster schafft wie „Biowildlachs“ – bio gezüchtet oder wild ohne Bio-Futter aufgewachsen? Nur das im Titel gegebene Versprechen, „Ich regel das", bleibt ungehalten. Gar nichts ist geregelt. Aber wenn wir gerade darüber in brüllendes Gelächter ausbrechen können, dann verdanken wir das der Kunst von Rebers.
Mathias Hejny, Abendzeitung München, 14.07.2010
Großartig unkorrekt
Lange genug war Rebers „Auf der Flucht”'. Kaum zurück, nennt er sein neues Programm '„Ich regel das”' und versteht darunter nicht weniger als alles. Kein Problem für den 52-Jährigen, der zuletzt nicht nur alle maßgeblichen Kabarett-Preise ins heimische Regal packen konnte, sondern auch so viele Widersprüche in eine Bühnenfigur, dass der Begriff '„Tante-Emma-Laden des Kabaretts”'eine neue Bedeutung erhält, mit dem sich Rebers dereinst selbst vis-à-vis der Witz-Discounter platzierte. „Reverend Rebers” kann enorm viel und ist dabei stets so unberechenbar wie politisch unkorrekt.
Sabine Leucht , Süddeutsche Zeitung, 15.7.2010
Verbal-Rambo
Uraufführung in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft: Andreas Rebers’ „Ich regel das“
Diesmal ist vieles anders. Andreas Rebers hat die Karikaturen der alten Lach&Schieß-Garde abgehängt. Stattdessen prangen Zigeuner-Schönheiten an der Wand, solche, die im Kaufhaus als Kunst verkauft werden. Denn das neueste Programm des Kabarettisten spielt in der Galerie Boblowitz, für deren Ambiente sein „Freund Daniel Libeskind“ verantwortlich zeichnet. Doch auch die Kleidung hat sich verändert: statt im gewohnten Anzug tritt Rebers erstmals im ätzenden Outfit junger Migranten auf - vielleicht ein „Must“, wenn man die 50 überschritten hat.
Von der Machart aber ist „Ich regel das“ in gewohnter Höchst-Qualität - eine Qualitäts-Steigerung scheint bei diesem verbalen Rambo, diesem Alleinunterhalter aus dem Norden, kaum mehr möglich. Wie immer sekundiert ihm die „Strapsmaus“, sein Akkordeon, vor allem aber sein E-Piano, auch das ein Novum. Auf ihm begleitet er sich zu seinen alten neuen „Arbeiterliedern“, diesen wunderbar schrägen Songs in der Tradition zwischen Brecht und Bohlen.
Das Personal ist gleich geblieben, auch wenn sich die Schwerpunkte in dem unendlichen Redefluss geändert haben, auch wenn es brandneue, aberwitzig surreale Miniaturen gibt. Man begegnet der Afrikanerin Frau Memba, die „german putzing nach Feldenkrais“ betreibt, ist zu Gast bei Nachbarin Hammer, geborene Sichel, mit der er sich im Krieg befindet und deren Sohn Konrad eine wichtige Rolle spielt. An diesem Kind exemplifiziert Rebers den Unsinn klassischer „feministischer Heulsusen-Pädagogik“ und den Sinn mannhafter Erstarkung.
B. Reitter, Passauer Neue Presse, 15.07.2010
Hier wird ganz genau zurückgezahlt
Es ist Irrwitz in großen Scheinen, den Andreas Rebers da diabolisch grinsend seinem Publikum hinblättert. In seinem Imperium ist er mal Guru, mal Teilzeit-Vater, mal Despot und mal Revolutionär. Beim Salonsozialisten in bequemer Jeans hat vor allem Rot-Grün nichts zu lachen. Ob es um die Liebe zur Exotik geht, gesunde Ernährung oder sanfte Medizin – hier wird (zurück-)gezahlt auf Heller und Pfennig...
Die Musik gibt dem Programm besondere Tiefe, in sie hinein bettet Rebers etwa seine groteske Ballade vom Amoklauf bei Tengelmann, vom verzweifelten Kampf eines Opfers um seine Würde.
Rebers, der freche Agitator, kann auch ganz sanft. Das macht Abende mit ihm so kostbar.
Rudolf Ogiermann, tz München, 15.07.2010 |
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